Ende Juni sollte es endlich wieder losgehen! Endlich raus aus dem Windarmen Bad Zwischenahn in Richtung Bork Havn. Eigentlich wollte ich am 20 Juni losfahren, doch erstens kommt es anders und zweitens – als man denkt!

Es mussten noch ein paar Einkäufe erledigt werden leider hatte ich entgegen meiner normalen Gewohnheit zu lange mit dem Tanken gewartet und fand mich vor dem Einkauf in einem Auto mit fast lehren Tank wieder. Kein Problem wie ich dachte, denn ich normalerweise gab es immer einen Reservekanister in der Garage - den hab ich dann auch gefunden, probeweise einmal geschnuppert und dadurch festgestellt – Benzin, eindeutig! Nun ja lange Story kurzes Ende: Da war dummerweise Wasser mit drin, bis heute weis keiner warum! Jedenfalls wurde meine ganze Reise dadurch um 3 Tage verschoben und obendrein meine Geldbörse um 350€ für das reinigen des Treibstoffsystems erleichtert.

Nach massiven Startschwierigkeiten konnte ich dann endlich am 23. Juni starten – bis auf die Tatsache, dass mir die Tankanzeige nach 300 Kilometern aus bisher ungeklärter Ursache ihren Dienst versagte verlief die Fahrt ohne Komplikationen.

Endlich in Bork Havn angekommen erwartete mich ein super Mitsommerfest mit viel Øl und Grillfleisch.

Es hatte sich in nur einem Winter eine ganze Menge in der Gegend um den Ringköbing Fjord getan, so fand ich den „heimischen“ Surfstrand in Bork Havn vergrößert vor, in Hvide Sande wurde eine Wasserskianlage erbaut und eine Wellnessanlage mit Bowlingcenter, Tennis und Schwimmbad öffnete in Nr. Nebel ihre Pforten.

Zum besonderen Entzücken des gesamten West Wind Teams hatte sich mein Chef im Frühjahr ein Motorboot zugelegt – dadurch hatten nun die zwar warmen, doch Windlosen Abende wie sie im Juli und August so häufig vorkommen, allen Schrecken verloren. Das Boot kam sehr viel zum Einsatz was leider auch mit so mancher Wakeboardblessur einherging – Gott sei dank blieben uns ernsthaftere Verletzungen erspart.

Insgesamt verlief die Saison sehr gut, denn der Wind nahm sich nie zu lange Pausen und meldete sich regelmäßig, sei es für Nordsee oder Fjord. Beflügelt durch einen neuen Hifly Twin Style und eine Palette North Sails ICE 2007 am Ende der Saison konnte ich endlich auch im Freestyle voll einsteigen und innerhalb von nur 3 Monaten doch einige achtbare Ergebnisse vorweisen, auch ein 7’10“er Wellenreiter fügte ich meinem Materiallager hinzu – dieser fand in den Brandungswellen von Hvide Sande, Henne Strand und Nymindgab auch an zahlreichen Tagen Verwendung.